mo, 07.08. - flora 21:00 - konzert:
Den ersten Band der dreibändigen Ausgabe von "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust habe ich gelesen und auch fest vor, die beiden anderen Bände noch zu lesen. Der Mann war sicher kein Freund von "kurz & knackig", da dauert der kurze Moment vor dem Einschlafen schon mal dutzende von Seiten. Aber die Art und Weise von Proust ist einmalig. Wirklich großartig, aber manchmal auch ziemlich anstrengend. Deshalb bleibt es bei vielen beim Vorsatz, das Werk zu lesen, auch mir fehlt bislang so der richtige Ansatz/Anlass, mit den beiden weiteren Bänden weiter zu machen.
Einen interessanten Weg hat Jochen Schmidt beschritten: Er liest jeden Tag 20 Seiten und berichtet in seinem Blog
"Schmidt liest Proust" darüber. Das ist durchaus amüsant zu lesen, hat ein definiertes Verfallsdatum (180 Tage). Heute ist er erst bei Seite 335 angekommen, bei ca. 3500 Seiten insgesamt, kann das noch als Vorspann gelten, so dass es keinen Grund gibt, nicht mal eben noch mit einzusteigen ...
Da kann der
Herr Strübing aber lange
wedeln.
Stöckchen sind ja sowieso schon überflüssig, aber da hat er sich ein besonders sinnloses Exemplar eingefangen. Kann er ja nix für, aber ich meine, da ist eigentlich keine Frage dabei, die sich durch aufmerksames Studieren eines Blogs nicht von selbst beantwortet. Oder von der/dem BloggerIn einfach nicht beantwortet werden will.
Und dann hat das Ganz ja auch was von diesen Kettenbriefen, die unbedingt gestern noch an fünfzig FreundInnen versandt werden müssen, sonst droht - wie in zahlreichen Beispielen dargelegt - lebenslanger Fußpilz, Schokoladenallergie und Alkoholentzug. Wer den Müll aber fleissig kopiert und weitere Mitmenschen damit belästigt, darf sich auf ewige Blödheit, einen Keks und 2 Freikarten für eine Talkshow freuen. Für Blogger übersetzt: Entweder du fängst brav das Stöckchen und apportierst, dann zieren bald zahlose Kommentare, lange Trackbacklisten und Werbeangebote dein Blog, oder dir droht Verstoß von den Blogrolls, Linkboykott und virtuelles Vergessen.
Kann man mitmachen. Muss man aber nicht.
Nachdem es Ende Juli ganz nett war, sei hier auch auf die nächste Runde der Strandleserei hingewiesen:
27.08.06 - 18.00 Uhr
Elbstrand, bei der Strandperle
Seit 1998 hat sich eine Veranstaltung in Hamburg etabliert, die auf den den neulateinischen Namen
Poets on the Beach hört. Damit ist die Veranstaltung auch hinlänglich beschrieben: an einem Sommersonntag trifft man sich zwanglos an der Strandperle, wo diverse AutorInnen Geschichten vortragen. Bei gutem Wetter ein Pflichttermin, bei schlechtem Wetter auch ein lustiges Unterfangen.
Nach dem Hype um Beachvolleyball, müssen die ganzen anderen "wichtigen" Sportarten (Fußball, Handball, Basketball ...) natürlich auch auf Sand gespielt werden. Wer jemals einen sogenannten Beachclub von weitem gesehen hat, kann sich das lebhaft vorstellen. Wichtig ist vor allem genauso laute wie schlecht Musik.* Am Wochenende ist Beachbasketballturnier in Eckernförde. Und ich bin wohl dabei. Zum Glück ist "Grillen an allen Standorten nicht gestattet" - nicht dass, da noch der Strand anbrennt.
Schon mal Basketball ohne dribbeln gespielt? Ich schon, das ist gut, um das Pass-/Mannschaftsspiel zu trainieren. Man muss dann allerdings deutlich mehr laufen. Am Strand kann man nicht dribbeln. Der Ball bleibt einfach liegen. Am Strand kann man aber auch nicht richtig laufen. Klingt also nach einem guten Plan. Und bei Regen wird das bestimmt besonders komisch.
UPDATE 03.08.: Den großmauligen Memmen, die mich dorthin schleppen wollten ist jetzt das Wetter zu schlecht. Dabei haben wir zum ersten mal seit langem wieder erträgliche Temperaturen.
*Bei einem Streetball-Turnier in Berlin ('95?) wollten sie mal den Basketballern einen Song mit dem selbstdisqualifizierendem Titel "Can I kick it?" als Hymne verkaufen. Das ist so schlau wie "Catch it" für Tischtennisspieler. Oder "Run, you better run" für Schachspieler (Gibt es eigentlich schon Beachschach? Wäre das eine gute Geschäftsidee? Hat jemand ein paar Schachspiele und einen Laster voll Sand?).