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Gelesen April 2012

Völlig unbeabsichtigt Monat der Jugendbücher:

* Die Borribles, Band 1-3 (Leider auf Deutsch, aber es geriet mir in die Finger ... stand schon länger auf der Liste, weil China Mieville das Buch zu seinen Einflüssen zählt. Für ein Jugendbuch z. T. recht brutal, auch lässt sich seine Herkunft in den 70ern manchmal verorten. Aber sehr unterhaltsam - Lasst euch nicht erwischen!)
* L. Lee Low, Corvus (Young Adult Science Fiction, I liked it as a challenge of my english skills. The story is weird in a nice way, but the jumps in time are too much too follow the story and most of the characters and events are a bit too schematic.)
* Alexandra Kui, Lügensommer (Jugendbuch/-krimi; wegen des Lokalkolorits ganz unterhaltsam. Aber für diese Jugendstatussymbolscheiße bin ich zu alt. Allerdings nerven mich die genauen Typenbezeichnungen von irgendwelchen Digitalgadgets bei Stieg Larsson oder Frank Schätzing genauso an.)

Außerdem nachgearbeitet:
* BIG - Basketball in Germany, Heft 1-3, 5 & 6 (Leihgabe vom Probeabonnenten und Basketballnerd meines Vertrauens, ein paar ganz nette Interviews, aber alles in allem völlig Überflüssig. Ich glaube Holzzeitungen haben sich ohnehin erledigt für mich.)

Gelesen März 2012

* Kate Genet, Silent Night (Lesbiannmysteryspookthriller - Since the 12 hour trainride after a very short night still went on after finishing Kahn's Tibetprojekt, I more or less choose this book randomly from the digital liberary. Well, it did the job and I already knew there is a reason why the free books from Feedbooks.com are free.
* Tom Kahn, Das Tibetprojekt ("Thriller" - Ach du meine Güte. Selbst nach vier Stunden Schlaf auf einer 12stündigen Zugfahrt ist das nur schwer erträglich. Dagegen ist Dan Brown Hochliteratur, obwohl der sicher auch aus der Gleichung "Richard Wagner = Adolf Hitler = Dalai Lamai", da sie alle buddhistische Vegetarier sind, eine hanebüchene Story konstruieren kann, in der das legendäre Nazigold Mao-Tse-Tung benutzt wurde den legendären Kriegerkulttempel in Tibet zu verschonen, so dass die Nazis ihre Wiederkehr betreiben können ... incl. Technikbegeisterung und schönen Frauen.
* Andrzej Sapkowski, Das Erbe der Elfen / Die Zeit der Verachtung / Feuertaufe / Der Schwalbenturm / Die Dame vom See (Polnische Fantasy, quasi als literarische Begleitung für den Bildungsurlaub in Krakau - Das Buch hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck und ich bin mir nicht sicher, ob das nicht vielleicht an der Übersetzung liegt. Sprachlich springt der Stil ziemlich hinundher, mal märchenhaft, mal standardfantasy, mal ziemlich spöttisch. Selbst die "HeldInnen" des Buches kriegen ordentlich was ab. Am Ende sind dann fast alle Tod und die überlebenden Helden verpissen sich, weil sie keinen Bock auf weitermachen haben. Irgendwie schon gut, aber vielleicht dann doch ein bisschen zu lang geraten.)

Gelesen Februar 2012

Der Februar ist eher kurz, die Bücherliste auch:

* Andrzej Sapkowski, Der letzte Wunsch / Das Schwert der Vorsehung (Polnische Fantasy. Angesichts meines nahenden Polentrips bietet sich ein polnischer Autor an, dieser ist mir in der E-Bücherei der hiesigen Bücherhallen untergekommen. Ich kann mir über die Geschichten keinen rechten Reim machen, das ist manchmal ganz lustig, manchmal bloß olles Märchen. Und dann mein Problem mit Kurzgeschichten ... Deshalb werde ich wohl auch "Das Erbe der Elfen" als ersten durchgehend Band über den Hexer Geralt mal noch antesten.
* Daniel Kehlmann, Ich und Kaminski (Roman. Der Protagonist ist ein unsympathischer Idiot. Die Geschichte ist langweilig. Das Buch überflüssig.)
* Jussi Adler-Olsen, Erbarmen (Krimi. In Deutschland gehypt als Nachfolger von Stieg Larsson? Ich finde die Story ok, die Charaktere sind halt die üblichen Skandinavienkrimikstereotypen angeführt vom zynischen Komissar mit Familienproblemen. Aber es ist besser geschrieben als Millenium, wobei ich beides natürlich nur in der Übersetzung gelesen habe.)
* Marina Lewycka, Das Leben kleben (Londoner Vorstadt, Frau mit zwei fast erwachsenen Kindern schmeißt Mann raus und trifft durchgeknallte alte Frau mit jüdischen Wurzeln, vielen Katzen und großem Haus auf das böse Makler scharf sind. Naja, und genauso ist das Buch dann auch. Inclusive Nah-Ost-Konflikt im Kleinen.)
* China Mieville, Iron Council (The setup is amazing, Mieville's develops his world of Bas-Lag more and more. Also the story of the "Iron Council" and the fight for equal rights and a better world is great. The explicite political thinking in the novels - without being propagandistic - really stands out from all the black-and-white standard fantasy and their often reactionary schemes. And I like that there are no happy endings in his stories. But the hope never dies. The only thing I've problems with are the characters, they are sometimes so abstract, even in emotional things, it's hard to feel attached to them.)

Gelesen Januar 2012

Um mir die Arbeit für die Liste 2012 einfacher zu machen, teile ich auch die Bücherleserei in Monatshäppchen auf. Je nach Sprache des Buches, ist auch die Kurzkritik ausgefallen. Eher zufällig.

* Gerade in Arbeit: China Mieville, Iron Council
* Sina Beerwald, Das Mädchen und der Leibarzt (Historischer Roman. Puh. Gute historische Kenntnisse oder Recherchen, finden sich in dieser Gattung öfter, hier wird sogar eine einigermaßen erträgliche Geschichte erzählt, aber es ist einfach schlecht geschrieben. Vor allem dieses unentschlossene Wechseln zwischen aktuellem Hochdeutsch und mittelalterlichem Geschwurbel nervt.)
* Marina Lewycka, Caravan (Das richtige für einen nasskalten Sonntag: Ein fast liebevolles Porträt einer Gruppe Erdbeerpflücker in Südengland. Die häufig naiven Vorstellungen der Wanderarbeiter aus unterschiedlichen Ländern und sozialen Schichten, ihr Streben nach Glück und Liebe triffft auf die Hölle des illegalen Arbeitsmarktes. Das ist mir angesichts der Ungerechtigkeiten teilweise ein bisschen zu naiv und lieblich, in der Wirklichkeit gibt es sicher weniger Happyend.)
* Iain M. Banks, The Player of of Games (Second try with Banks and this time I liked it a lot. Another of the culture novels, here about game theory, life and power.)
* Gloria Vanderbilt, Die Bienenkönigin (Ich kann nicht glauben, dass ich das gelesen habe.)
* Nicole Krauss, Great House (I'm no fan of short stories. Short stories loosley knitted together by a special place, thing or whatever are not much better. This is one of them.)
* Sabine Thiesler, Der Kindersammler (Krimi, anfänglich nerven die Zeitsprünge, aber am Ende fügt sich alles einigermaßen zusammen. Am pädophilen Täter ist das manchmal so dicht dran, das die Atmosphäre sehr beklemmend ist und man das eigentlich gar nicht will. Das hätte ich ich nach dem ersten Buch, was ich von Thiesler gelesen habe, nicht erwartet.)
* Brandon Sanderson, The Way of Kings Part Two (Fantasy, after the second Part of the first Volume I really like to have more, but unfortunately this will be another of this unending stories ...)

Gelesen 2011

Ich wollte immer schon mal eine Liste aller Bücher die ich gelesen habe, aber für die letzten 40 Jahre ist das wohl nicht mehr aufzuholen ... Inspiriert von Click Clack Gorilla habe ich es aber mal für 2011 versucht, das ist eine ganz schön lange Liste. Wow. Begünstigend waren leseintensive Urlaube (Nichtstun auf Amrum, Radfahren in Schweden und Wandern auf Madeira) und die Zeit rund um meine OP. Dafür habe ich weniger Musik gehört und so gut wie keine gemacht. Vergessen habe ich wohl ein paar Ebooks, die umsonst sind, und die Krimis, die man mal eben verfrühstückt, ohne dass was hängen bleibt.. Die Reihenfolge ist ungefähr chronologisch absteigend, also zuerst gelesene Bücher stehen unten.

* Brandon Sanderson, The Way of Kings Part One (Gut genug, um den zweiten Band anzufangen. Interessante Welt, Story kommt nur schwer ins Rollen, weniger Kampfszenen täten es auch, die Shardbearer/Stormlight-Allmachtsphantasien und das damit verbundenen Gemetzel nerven.)
* Jutta Profjit, Kühlfach 4 (Vermutlich ist das komisch gemeint, aber mir ging das Geprolle schon auf der ersten Seite auf den Sack. Und es wird bis zum Ende nicht besser, es ist total uninteressant welche Verbrechen dabei aufgeklärt werden. Bei Epup, kann man ja nicht mehr schreiben "Schade ums Papier", aber hier war es schon um den Akkustrom vom Lesegerät schade.)
* Ulrike Purschke, Henrikje, vorübergehend erschossen. (Oh mein Gott. Wenn ich gewusst hätte, was mir via digitale Bücherhallen so vor die Augen kommt, hätte ich das vielleicht lieber gelassen ... seichteste Humbug für sich irgendwie für kreativ haltende Frauen, die nicht erwachsenwerden wollen und auch ganz dolle emanzipiert sind. Am Ende aber doch den Prinz auf dem weißen Pferd, auch wenn es hier ein Kolumnist ist, wollen.)
* Friederike Schmöe, Fliehganzleis (OK. Muss man sich aber nix von merken.)
* Friederike Schmöe, Schweigfeinstill (OK. Muss man sich aber nix von merken.)
* Milena Moser, Möchtegern (Eigentlich beschreibt das Buch das Dilemma der Autorin: Ein Buch schreiben zu WOLLEN, reicht alleine nicht aus. Einen kleinen Pluspunkt für die "$Land such den $Star"-Satire.)
* Paul Grote, Der Portwein-Erbe. (Krimialltagskost, wo der Autor mal wieder beweisen muss, dass er recherchieren kann. Hier über Wein, insbesondere Portwein. Sonst bleibt nix hängen.)
* Isabel Morf, Schrottreif (Krimi aus Zürich, ganz OK.)
* Ulrike Blatter, Vogelfrau (Zwei Buchideen in einem schlechten Buch verbraten. Da hätte deutlich mehr draus werden können.)
* China Mieville, The Scar (Großartiges Setup und gute Geschichte, nur die Figuren ein bisschen flach.)
* Michael A. Stackpole, Zu den Waffen! (Schrott. Pathetischer Schrott. Weil es aber eine Übersetzung war, würde ich den zweiten Band im Original vielleicht noch lesen.)
* Scott Lynch, Red Seas under Red Skies (Auch der zweite Band über die Gentleman Bastards ist sehr unterhaltsam. Locke Lamora und sein Kumpel Jean schaffen es erneut mit ihren Gangstereien in erhebliche Schwierigkeiten zu geraten und eine ganze Region gegen sich aufzubringen.)
* Iain M. Banks, Consider Phlebas (Die einzelnen "The Culture"-Romane sind wohl nur vom Rahmen verbunden, war ein bisschen besserwisserisch / pseudointellektuell, zwischendurch auch eher langweilig.)
* Scott Lynch, The Lies of Locke Lamora (Irgendwo zwischen einer Geschichte von Charles Dickens, Schelmenroman und Fantasy. Locke Lamora und seine Gentleman Bastards lernen von ihrem Mentor das Gegenteil von "Kleinvieh macht auch Mist". Damit bringt man sich in Schwierigkeiten und macht sich nicht nur Freunde. Furioses Finale. Und Aussicht auf weitere Bände!)
* Sabine Thiesler, Die Totengräberin (Die Story fängt eigentlich ganz gut an, aber die Figuren sind dann doch eher unglaubwürdig. Endet in Langeweile.)
* Adam Maxwell, Dial M for Monkeys (Short Stories. Ich mag keine Kurzgeschichten.)
* Neal Stephenson, The Confusion (Vol 2 of the Baroque Circle)
* Wesley Allison, His Robot Girlfriend (Zusammen mit einem Bier das Richtige, um sich auf der Fähre nach Schweden zum Einschlafen zu bringen. Ich hab's aber sogar am nächsten Tag zuende gelesen.)
* Emma Walker, Death by Chocolate (Naja. War umsonst.)
* Neal Stephenson, Quicksilver (Vol 1 of the Baroque Circle)
* Steven Erikson, The Crippled God (Final Volume of the Malazan Book of the Fallen - Hätte ich nicht die ersten 9 Bände gelesen und gut gefunden, wäre es mir schwergefallen, mich hier durchzubeißen. Wie üblich ein unglaublicher Bodycount und Gemetzel, aber trotzdem gut. Es klären sich sogar ein paar offene Fragen auf ... fast 11000 Seiten. Puh!)
* Patrick Rothfuss, The Wise Man's Fear (Unterhaltsam und schnell zu lesen, an manchen Stellen hätte man die Story aber straffen können. Trotzdem freue ich mich auf den finalen Band, aber ich fürchte der 3. Band wächst sich zu zwei Teilen aus und die erscheinen erst 2016 und 2018)
* Tad Williams, Shadowheart (Finaler Band der Shadowmarchreihe. Hat Spass gemacht, ist aber kein Vergleich zu Otherland.)
* Steven Erikson, Toll the Hounds / Dust of Dreams (2 weitere Bände vom Malazan Book of the Fallen, noch mehr Gemetzel, noch mehr Fragen ...)
* Krischan Koch, Flucht übers Watt (Für einen dieser unsäglichen Regionalkrimis ganz OK, wenn man während eines kalt-grauen Januartages auf Amrum mit einem Grog in der Hand auf dem Sofa sitzt.
* Bengta Bischoff, Das gelbe Haus am Pinnasberg / Das verliebte Lenchen (Unglaubliches Büchlein, als Vorbereitung für die Vorführung der Verfilmung im B-Movie in der Heimatfilmreihe)

UPDATE - vergessen hatte ich noch:
* Haruki Murakami, 1Q84 - endlich mal weider ein guter Murakami
* 4mal Mo Heyder, Tokio | Die Sekte | Ritualmord | Der Vogelmann (Vier Krimis/Thriller, die ziemlich an die Grenzen gehen, aber dafür auch nicht nur Einheitskost bieten.)
* William Gaddis, The Recognitions (Irgendwie nicht schlecht, aber trotzdem eines der wenigen Bücher, die ich nicht zuende gelesen habe.)