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Wenn man sich schon Illusionen macht, dann aber Schnittchen

Wie wir alle wissen, wurde Oma Hans im Rahmen einer Massenhysterie anno 2006 zu Grabe getragen. Aber verschiedene Umstände haben - wenn auch nicht zu einer Wiederauferstehung - so doch zu einem Gruß aus dem Jenseits geführt. Also was blieb schon, außer die Tabletten zu nehmen, den Schrittmacher aufzuladen und zu starten mit:

Schnittchen
SCHNITTCHEN!!!


Der Stullenlehrling kam angereist und hat sich eine Beförderung verdient. Den bisherigen Experten wird der Rang entzogen. Wir machen das schließlich nicht zum Spass. Dann kamen noch jede Menge Stefans und die anderen Mädchen. Bier gab's auch. Also: "Gut gelaunt und angesoffen, gehe ich heute zum Konzert. Höre Bands zu die sehr gut sind und ziemlich unbekannt."

Oma Hans 2014
Oma Hans 2014


Nach einer indiskutablen Vorband, deren Musik man zu Zeiten ausgestorben dachte, als Omas Oma noch jung war, betratt die alte Dame die Bühne. Und nach zwei, drei Stücken war der Staub weg. Dann musste man mal wieder feststellen, die Band hat eigentlich nur Hits geschrieben. Das Monumentalepos "Ukraine" durfte genauso noch mal seine visionäre Kraft entfalten, wie man "Ideale Fadenkreuze" um die Ohren geballert bekam. Die Band hatte offensichtlich Bock und beim Sänger hatte man den Eindruck, der hatte sein Ritalin vergessen - Ausdruckstanz deluxe.

Seltene Liveaufnahme von Jens Rachut
Seltene Liveaufnahme von Jens Rachut


Am Ende wurde selbst der früher live immer vermisste "Heilbringende Urin" noch bei einer Art Fankaraoke dargeboten. Dann natürlich noch Treibeis. Großartig war's.

(PS: Die Photos sind diesmal nicht von mir, sondern von dasmensch. Bitte berücksichtigen.)

Zwischenfrage(n)

Sind Statuseinträge auf Facebookseiten eigentlich was anderes als die Gartenzwerge des Internets? Unterscheiden sich Twittermessages von den Stickerstatements an den Autohecks der 70er Jahre? (Allerdings ist Bloggen dann auch nur der Schwatz über'n Gartenzaun.)

Gute Aktion HVV!

Kinder bringt man zurecht bei, dass sie nicht mit fremden Männern mitgehen sollen, egal welche Geschenke es dafür gibt. Da ist es gut, wenn in Zeiten, wo heidnische Bräuche, Konsumrausch und die Riten der Kinderfickersekten den meisten das Resthirn abschalten, einige einen coolen Kopf behalten und eindringlich vor der Gefahr warnen:
HVV warnt vor bösen Männern
Geh nicht mit bösen Männern!

Endlich sagt das mal jemand: Die Radspiesser vom ADFC nerven

In Hamburg bläst der ADFC ja auch gerne mal mit der Springerpresse zur gemeinsamen Hatz auf Rüpelradler, aber trotzdem bekommt der Verein wenig Gegenwind von Seiten derer, die sie vorgeblich vertreten. Vermutlich melden die die Critical Mass demnächst auch bei der Polizei an und reißen jeden vom Rad, der sich nicht an ihre Strecke und Regeln hält.

Vielleicht ändert sich jetzt was, ein bekennender Kampfradler sagt der TAZ:

Da sind Sie ja ganz nah beim ADFC – wollen Sie mit dem zusammenarbeiten?
Nein, der ist uns viel zu defensiv. Der stellt sich hin und kontrolliert selber die Radfahrer, damit die sich an die Regeln halten. Das ist das falsche Signal


Schon alleine deshalb sollte man den Aufruf "Wir sind Kampfradler_innen" mal lesen und am besten unterstützen. Schluss mit dem Gebettel an Ampeln, Flehen um Rücksicht und offensichtlich (für uns) unsinnige Straßenverkehrsordnungen. Der Kampf um eine lebenswerte Stadt muss von kombinierten Rad-Geh-Weglein zurück auf die Straße getragen werden. Es gibt zuviele Parkplätze und Fahrspuren für Autos, dieser Platz muss in größtmöglichen Umfang zurückerobert werden. Die Minderheit, die in einer Stadt wie Hamburg mit ihren lärmenden, stinkenden Kisten terrorisiert, muss der Mehrheit, die zu Fuss, mit dem Radfahrer oder dem ÖPNV unterwegs ist, weichen. Alles andere ist Quatsch.