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Neue Domain, neue Software

Vom letzten Nebenverdienst habe ich mir und vorerst diesem Blog die schöne Domain gegenglueck.org spendiert. Und dann auch gleich noch ein Update auf Wordpress 2.0.1 gemacht. Bislang vermag ich allerdings noch keine Gründe erkennen, warum man das unbedingt tun sollte. Die ganze Admin-Oberfläche ist gewaltig aufgebohrt und sicher komfortabler. Außerdem ist Schreiben von Plugins leichter/standardisierter. Aber für mich ist noch keine Killerfunktion in Sicht.

Tja ...

Wie schon der vielsagende Titel verspricht, sitze ich hier blöd rum und überlege, was mit dieser Seite zu tun ist.

  • Ich könnte Kritiken über die drei Filme schreiben die ich unlängst im Puschenkino gesehen habe ("Shrek2" - besser als erwartet; "Bin ich schön" - der war total Scheiße; "Der kleine dicke Ritter" - meine erste Fernseherinnerung, das ist wirklich in schwarz-weiß, bin ich alt. War aber trotzdem nett.)
  • Ich könnte wegen der letzten gelesen Bücher mosern, die mir nicht oder wenig gefallen haben (Patricia Highsmith, "Der talentierte Mr. Ripley" - einfach nur langweilig; Jonathan Franzen "The 27th City" - irgendwie mir nicht so ganz zugänglich)
  • Ich könnte über die absurden Veranstaltung "Uncle Bens präsentiert das chinesische Neujahrsfest" ablästern, zu der es mich am Wochenende aus einem guten Grund verschlagen hat
  • Oder vielleicht sollte ich einfach die neue Version 2.01 der Blogsoftware installieren.


Aber warum?

Ich trinke mir lieber einen Whiskey und suche mir ein Buch, dass ich mag. Oder schmeiße die Gitarre an. Na, also. Geht doch.

Geht doch ...

Ich habe es geschafft: Herr Burdack (b-u-r-d-a-c-k) von Ipsos hat hörbar angepisst und gerade noch die Form wahrend mit "Ich möchte dann von meiner Seite aus dieses Gespräch beenden" aufgelegt. Leider habe ich nicht herausbekommen, welche Nummer er eigentlich angerufen hat, da bei mir mehrere Nummern auf einem Apparat auflaufen. Nächstesmal. Nervt die Nerver!

Hier gibt es eine gute Anleitung, wie man unerwünschte AnruferInnen ihrerseits belästigt.

Zurück aus Ägypten

Kario war sehr, sehr nett, allerdings fast ausgestorben: Opferfest. Wobei ausgestorben heisst, dass man als Bewohner einer durchaus verkehrsreichen westeuropäischen Großstadt "nur" zehnmal am Tag seinem sicheren Unfalltod ins Auge sieht und im Minibus (alter VW-Bus) statt 16 Erwachsenen und 3 Kindern vielleicht nur 14 und 4 mitfahren.

Außerdem haben während des Opferfestes einige Geschäfte (zeitweilig) geschlossen, ansonsten ist soetwas wie Ladenschluss unbekannt. Die Öffnungszeiten sind also bedarfsorientiert. Da man Abends eigentlich nicht in die Kneipe gehen kann, rennen die unendlichen Horden der Kairoten (Kaironner? Kairoer?) gerne bis tief in die Nacht durch die Einkaufsviertel, wo dann natürlich auch alles auf hat. Bei meinen Freunden um die Ecke gibt es einen kleinen Supermarkt, den noch niemand je geschlossen gesehen hat.

ÄgypterInnen in Wintermänteln, sogar mit Mütze und Handschuhen, lassen sich ab ca. 15 Grad (PLUS!!!) bewundern. Allgemeines Jammern über die Kälte ist dann üblich. Nachts fällt das Thermometer schon mal unter 10 Grad (PLUS!!!), das ist dann angesichts fehlender Heizungen und unisolierter Wohnungen/Häuser schon recht frisch.

Scheffe El-Shazly bei der Arbeit Bei M. in Kom-Al-Achtar - also auf dem Land - war es auch wieder sehr nett, dadurch dass ich diesmal in weiblicher Begleitung dort war, war auch seine Frau deutlich entspannter. Im Fotostudio El-Shazly, wo M. Generaldirektorpräsidentenchefinhaberoberhäuptling ist, haben wir wirklich großartige Bilder von uns schießen und nach allen Regeln der ägyptischen Kunst verzieren lassen. Unsere Mütter werden begeistert sein.

Das Land, von dem ich leider wieder wenig gesehen habe, und die Stadt Kairo ist wirklich eine Reise wert (wenn man seine hygienischen Ansprüche deutlich reduziert). Mit einer gewissen Faszination, betrachtet man die so ganz anderen ästhetischen Vorstellungen ... Auf Dauer ist allerdings das Geschlechterverhältnis, die fast völlige Abwesenheit von Politik / politischem Bewusstsein und die Dominanz des Religiösen - in recht mittelalterlicher Ausprägung - nur schwer erträglich.