die bibliothek, die keine mehr ist, schreit nach umnutzung. deshalb eine wiederauflage von vor jahren vergessenem:
puschenkino: mindestens 2 ganze filme zum thema frühwerke oder iggy pop oder beides und ein bisschen kleinscheiß
freitag, 14.03.08 20:00 uhr - pünktlich!
ex-bibliothek (genaue adresse per email erfragen)
bitte mitbringen: knabberkram und/oder getränke
wegen des begrenzten raumangebotes: verbindliche zusagen werden in der reihenfolge ihres eintreffens registriert. wer zu spät ist, muss ins kino gehen.
ps: irgendwann werde ich mal was cleveres für den mailverteiler austüfteln.
pps: der rss-feed für's puschenkino ist
hier
In der
Fabrik:
M. A. NUMMINEN singt Heine &
Wittgenstein begleitet von Pedro Hietanen (Akkordeon & Klavier). Das ist sicher auch Punk. Aber sowas von.
Und besser als mit Kettcar Wehleid tanzen allemal.
Die einen haben die absolute Mehrheit und über 4% eingebüsst, die anderen fast ein Viertel ihrer Stimmen. Und nun regieren Sie zusammen die Stadt. Die CDU hat Moorburg nur in die Wege geleitet, um jetzt den Grünen damit die Elbvertiefung abzukaufen. Und wenn der olle von Beust das nächstemal eine Klinik an seine Kumpels verschachert, darf die GAL mit einem Teil des Erlöses 50 Meter Radweg neustreichen. Für die Studiengebühren wird dann irgendwo eine grüne Reformschule erlaubt und die verbleibenen Gesamtschulen nicht geschlossen. Das kriegen die schon hin.
Die Grünen als Schill-Nachfolger mit von Beusts konservativem Haufen sorgen Hand in Hand dafür, dass Politik in Hamburg bleibt, wie sie ist: kurzsichtig, asozial und rassistisch.
Kurz: menschenfeindlich.
(Nicht, dass ich was anderes erwartet hätte.)
Das gesamte Paket Liebe scheitert daran, dass sich Wörter aufdrängen wie "für immer" oder "die Frau meines Lebens" oder "Traummann" oder der ganze Rest des fauligen abgehalfterten Modder.
Ich war gestern im Westwerk, wo die "erste europäische Lesung aus einer Schrankwand" namens Opeckta stattfand. Jens Rachut nebst Begleitung durch nicht ganz Unbekannte (Infos und mehr Termine bei
Trümmer) machen was, das keine klassische Lesung ist, vielleicht kein Theater sein will aber fast so laut wie ein Konzert daherkommt. Teilweise als Liveübertragung aus den dunklen Bereichen der Schrankwand auf die Videoleinwand. Versatzstücke aus dem Hörspiel "Der Seuchenprinz", orgeluntermalte Songs von Oma Hans / Kommando Sonne-nmilch, Videoschnipsel, holländischen Fussballübertragungen ... das Publikum begleitet einen Angestellten vom Tod, eine für immer Schwangere und die wahrscheinlich einzige Liebhaberin der Stresemannstraße durch den Trümmerhaufen der menschlichen Existenz.
Die z. T. bekannten Songs bekommen hier im Licht der Grubenleuchten und im Zusammenhang mit den restlichen Texten nochmal eine ganz andere Intensität, was wieder mal deren Einzigartigkeit unterstreicht. (Man stelle sich mal den Normalpunksänger vor, wie er seine Texte solo oder nur mit dezenter Begleitung durch die Orgel von sich gibt. Vermutlich wäre das ziemlich armselig.) Nein, wir sind nicht zu alt für Punk, wir sind nur alt genug zu wissen, dass Punk nicht das immerwährende Abspulen der gleichen drei Akkorde ist. Während damit zu Zeiten des Punkhypes sogar Geld zu verdienen war (ist?), drohte in Vergessenheit zu geraten, dass da draußen nichts ist.
Jens Rachut spricht unmissverständlich Dinge aus, die sich andere nicht zu denken trauen. Weil's dann nämlich ganz traurig wird. Das kleine Glück, die vermeintlich netten Gesten, es läuft immer auf das depremierende gleiche hinaus:
Er landet irgendwo zwischen Siechtum und Tod, und zwar genau in der Mitte. Und so wird es vielen gehen. Außer denen, die Glück haben oder Geld. Beides passiert selten. Die meisten arbeiten und schlafen. Oder umgekehrt.
Einzig dem Organisten wird der Herzenswunsch erfüllt, aber dann ist das Glas leer.
(Nicht nur) zum Schluss heißt es: "Adios, ihr Pfeifen!" - Wer noch kann, sollte Opeckta nicht verpassen.
Mir geht's wie dem
Moppelkotze:Blog, durch den Newsletter von
Frau Hedi wurde ich durch zwei rechtsradikale Anzeigen im Magazin Oxmox aufmerksam. Auch wenn die Oxmoxer jetzt
lt. TAZ wieder zurückrudern, habe ich mal meinen LieferantInnen von Newslettern die Mail mit folgender Anmerkung weitergeleitet:
Liebe KulturmacherInnen, Lieblingskinos & Veranstaltungsorte meines Vertrauens: Es wäre schön, wenn ihr/Sie ähnlich konsequent seid wie Frau Hedi (s. u.) - es gibt nun mal Dinge, die macht man einfach nicht. Anzeigen für die DVU drucken gehört eindeutig dazu. Und das soll die Zeitschrift Oxmox ruhig merken.
gruß,
gegenglueck