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Ohne Atom ordentlich auffe Ohren.

Während sich mein ortsfremder Besuch auf der Hafentreppe für einen Zehner ein wenig Laub erworben hat, das mitnichten irgendeine psychoaktive Wirkung hatte, trauerte ich im ausverkauften Størte noch ein bisschen über die Auflösung des großartigen Atom and his package. Aber eigentlich war das nicht nötig.


  • The Assassinators
    Man könnte ja sagen, es war eher konservativer Punk. Aber Punk as fuck sozusagen. Wow, die Jungs und vor allem Mädels der Assassinators gingen einfach tierisch ab, vor allem weil sie einfach spielen WOLLTEN. Das Publikum war denen eher egal, die hättem jedem ihr Zeug um die Ohren gehauen. Und als es dann ums Ungdomshuset ging, was die KopenhagenerInnen ja ganz unmittelbar betrifft, war förmlich spürbar wie da noch eine Schippe draufgelegt wurde. Hut ab und "Danke schön!"

  • Randy´s Ripcord"
    Leider war es nur das Abschiedskonzert der Gitarristin und nicht das Auflösungskonzert der Band. Wäre aber eine gute Idee, damit die Menschheit nicht noch mehr langweiligen Norderstedter Punk'n'Roll hören muss. Das war ganz schön langweilig und tendenziell unsymphatisch.

  • Sixty Stories
    Die Band scheint sich auch im Umbruch zu finden, der Drummer hat was von Ausstieg erzählt, dafür war noch ein Gitarrist dabei. Alles in allem aber wieder ziemlich gut, erinnert manchmal an Fugazi. Mir fehlt häufigermal ein bisschen der Druck, aber auch ohne Atom danach lohnenswert.



Auch bemerkenswert, weil so selten: den ganzen Abend mehr Frauen als Männer auf der Bühne.

Offen bleibt: Warum haben eigentlich alle Bands jetzt nur noch solche Kackmyspacken-Seiten anstelle von eigenen Seiten? An den Kosten kann das nicht liegen. Faulheit? Vielleicht sollte man es dem unlängst im Pogoradio gehörten Moderator nachmachen und das grundsätzlich nicht mehr anklicken und verlinken. Nervt.

Offline

Da klappt der Anschlusswechsel von Telefon/DSL problemlos und dann wird nach ein paar Stunden alles abgeschaltet. Die alte Firma ist raus, die neue angeblich schuldlos und die dritte, die das technisch durchführt, arbeitet natürlich nicht am Wochenende/Feiertagen. Offline - fühlt sich an wie Arm ab. Aber nun läuft es wieder. Hoffentlich.

Allerdings fürchte ich, dass meine neue Telefonfirma Pleite macht. Da melden sich an der kostenfreien Hotline nämlich 24 Stunden / 7 Tage die Woche echte Menschen, die nicht nur angehalten sind nett zu sein, sondern offensichtlich auch über Informationen verfügen und was machen können. Bisher kenne ich nur gebührenpflichtige Roboter oder unerreichbare Hotlines. Hoffentlich bringt das die neue Firma nicht finanziell in Schwierigkeiten.

Im Kino, im Fernsehen, im Puschenkino ...

Nach unlängst dreimal Punk, jetzt mal dreimal Film:



  • Im 3001 läuft der neue Film von Aki Kaurismäki Lichter der Vorstadt (Laitakaupungin valot, O.m.U.; Finnland/Deutschland 2006). Die typischen tollen Bilder und skurillen Blicke/Einstellungen berichten über das Leben des Wachmannes Koistinen. Dabei sind die Dialoge auf das allernotwendigste reduziert, meistens sind es sogar eher Monologe sind, selbst wenn zwei reden. Aber soviel wird gar nicht geredet. Es geht auch so alles den Bach runter. Früher hat Kaurismäki Tragödien mit nicht unkomischen Sequenzen gemacht, kleine Dramen, wo Dinge wie Hoffnung, bloßer Überlebenswille oder manchmal gar Humor eine Rolle gespielt haben. Diesmal nicht. Der Film ist der mit Abstand deprimierendste, den ich seit langem gesehen habe. Dagegen ist "Dead man" sowas wie "Herr Rossi auf dem Weg ins Glück". Oder Thomas Bernhard sowas wie Rolf Kaukas. Wenn man sich nicht gerade suizidalen Gedanken hingibt unbedingt reingehen - das ist ganz großes kleines Kino.

  • Ja, ich habe es getan - einen Film im Fernsehen geschaut. Sollte man nicht tun, ich weiß. Aber EDtv, eine amerikanische BigBrother-Satire, naja "Satire", war eigentlich ganz unterhaltsam. Und außerdem weiß ich jetzt, wo Egotronic ein paar Samples her haben.

  • Und dann hat man mir noch eine CD mit Das Millionenspiel aufgedrängt. Quasi die deutsche Version von Running Men. Und das bevor Stephen King (unter dem Pseudonym Richard Bachmann) die Romanvorlage geschrieben hat. Respekt. Dieter Hallervorden als Bösewicht ist gewöhnungsbedürftig. Dieter Thomas Heck spielt quasi sich selbst und hört einfach nicht auf zu reden. Nie. Ich würde jetzt mal sagen, das ist alles für eine deutsche Produktion vnon 1970 beachtlich zynisch, aber muss man nicht wirklich gesehen haben.

Hulapunk

Am Samstag war Hawainachten im King Calevera auf dem Kiez. Hulapunk haben mit Schlagzeug, einem zu lautem Bass, Slidegitarre und Ukulele Punkklassikerhawaiianische Weihnachtslieder zum Besten gebracht. Das war ziemlich unterhaltsam und recht voll. Während sonst in der Gegend für Samstagabend absolut tote Hose war. Wahrscheinlich alle schon von Powershopping, Glühweinsaufen und anderem rituellen Unfug dahingerafft. Meinetwegen.